Wer spielt wo? Das sind die Teams 2019

1. Bundesliga Süd - Herren

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Thomas Kirmaier

Mitte Mai geht’s los: Die Saison 2019 in der KRAMSKI Deutsche Golf Liga presented by Audi startet. Mit welchen Neuzugängen und Zielen gehen die Teams der 1. Bundesliga Süd der Herren in die Runde? Ein Blick in die Clubs.

GC Mannheim-Viernheim

Das Team von Ted Long wird in der Saison 2019 die Rolle des Gejagten haben. Die Mannschaft aus dem GCMV hat sich im vergangenen Jahr – für viele durchaus überraschend – den Deutschen Meistertitel im Final Four gesichert. Zumal: Mannheim-Viernheim musste am letzten Spieltag in Olching bis zum letzten Putt zittern, um den Einzug in die Endrunde überhaupt erst zu schaffen. Coach Ted Long hatte vor der Runde 2018 einen Umbruch in seinem Team angekündigt. Dem Amerikaner ist es einmal mehr gelungen, das Potenzial aus seinen Talenten herauszukitzeln. Vor allem, da Mannheim-Viernheim auf die beiden Paul-Zwillinge Jeremy und Yannick verzichten musste, die ihre Profikarrieren in den USA vorantreiben.

Einer sprang dafür in die Bresche: Max Oelfke war der Mann des Jahres in der DGL-Saison 2018. Mannheims Pro führte sein Team an den Spieltagen sowie im Final Four durch großartige Leistungen und seine Qualität zum Titel. Wobei so ein Triumph natürlich immer auf eine ganze Mannschaft zurückzuführen ist. Den entscheidenden Putt zum Sieg lochte im Vorjahr Max Bögel. Der Longhitter hat sich aus Mannheim verabschiedet und möchte es als Professional versuchen. Als solche sind auch Hurly Long und eben Max Oelfke unterwegs. „Wir werden aber sehen, dass entweder Hurly oder Max an den Spieltagen dabei sind, wenn es möglich ist“, erklärt Coach Ted Long.

Er hat wieder einige Veränderungen und vor allem Verjüngungen im Team vorgenommen. Neben Bögel hat Philipp Matlari Mannheim verlassen. Er wird künftig das Polo des GC St. Leon-Rot tragen. Neu sind dagegen Max Mayridl (kommt aus Stuttgart) sowie das Trio Christopher Steger, Paul Ulmrich und Marven Buchart, das geschlossen von Nachbar St. Leon-Rot nach Mannheim wechselte. Dazu kommt Tobias Hein vom GC Schönbuch. Was die Planungen für die Saison 2019 angeht, gibt sich Coach Ted Long gewohnt cool: „Die Ziele haben sich nicht geändert, nur die Namen der Spieler.“ Er sei sehr glücklich mit der Zusammensetzung des Kaders, den er als „sehr jung, aber höchst motiviert“ einschätzt. Am ersten Spieltag in St. Leon-Rot könnte es sogar sein, dass Yannick Paul für Mannheim-Viernheim aufteen wird.

Der Kader 2019: Max Oelfke, Marc Hammer, Hurly Long, Yannick Paul, Ferdinand Müller, Patrick Poate, Friedrich van der Hamm, Max Mayridl, Constantin Meier, Max Reiß, Wolfgang Glawe, Nicklas Borrmann, Gunar Petersen, Rico Thome, Christopher Steger, Paul Ulmrich, Marven Buchert, Matej Zeman

 

GC St. Leon-Rot

Der GC St. Leon-Rot ist so etwas wie Deutschlands größte Golf-Talentschmiede. Der Stützpunkt nahe Heidelberg wird permanent ausgebaut. Der Fokus liegt auf der stetigen individuellen Weiterentwicklung der einzelnen Spieler und der Förderung im GC SLR. Allerdings blieben die ganz großen Erfolge vor allem in der KRAMSKI Deutsche Golf Liga in den vergangenen Jahren aus. Das soll sich möglichst bald ändern. „Im Bezug auf die DGL wollen wir nach der knappen Halbfinal-Niederlage im letzten Jahr in Köln natürlich wieder das Final Four erreichen. Das wird auch in diesem Jahr wieder ein harter Kampf, um die beiden Plätze hierfür“, erklärt SLR-Leistungssportkoordinator Tim Geiger.

Das Herrenteam um Coach Marco Schmuck kann mit Philipp Matlari einen ehemaligen Jugendspieler willkommen heißen. Zudem ist Noah Auner aus der AK 18-Mannschaft dazu gestoßen, für die er neben den Herren auch in dieser Saison noch antreten kann.  Verlassen haben St. Leon-Rot dagegen Benedikt Thalmayr (Stuttgart), Jonas Liebich (Frankfurter GC) und Alexander Simmes (Ziel unbekannt). Trainer Schmuck setzt in der Saison 2019 wieder auf eine gesunde Mischung aus jung und erfahren. Geiger: „Aktuell haben wir drei U18-Spieler im Kader. Sie haben die gleiche Chance auf Einsätze wie die ,Älteren'.“ Zu den Routiniers gehört zum Beispiel das Duo Allen John und Christian Schunck, das in den vergangenen Jahren stets zuverlässig Punkte beisteuern konnte. Vor allem John spielte in 2018 eine herausragende Saison.

Neben der DGL haben die Verantwortlichen in St. Leon-Rot natürlich immer das große Ganze im Blick. Das Leistungssportkonzept wird weiter intensiv vorangetrieben. Bei der offiziellen Eröffnung des Athletic Centers wurde zudem verkündet, „dass wir künftig noch enger mit dem Olympia-Stützpunkt Rhein-Neckar zusammenarbeiten und ein Internat anbieten werden“, so Tim Geiger. Die Trainingsbedingungen im GC St. Leon-Rot sind also ideal. Nur logisch, dass da der Einzug ins Final Four erwartet wird. Sollte die Mannschaft von Trainer Schmuck in die Runde der letzten Vier einziehen, ist ihr alles zuzutrauen. Warum nicht auch der Titel? Zum Auftakt (11./12. Mai) genießt Team SLR wieder Heimrecht.

Der Kader 2019: Mauro Anderi, Noah-Elia Auner, Daniel Becker, Nicklas Blyth, Christopher Dammert, Florian Fritsch, Raphael Geißler, Allen John, Philipp Katich, Moritz Lampert, Luca Maroto-Lopez, Alexander Matlari, Philipp Matlari, Marnick Modder, Christian Schunck, Constantin Unger, Noah Zöller

 

Stuttgarter GC Solitude

Den Sprung ins Final Four verpasst hatten im vergangenen Jahr die Herren des Stuttgarter GC Solitude. Die Verantwortlichen haben die Saison 2018 analysiert und reagiert: „Aufgrund von persönlichen Trainings-Engpässen, Ausfällen und Formschwächen im letzten Jahr haben wir den Kader 2019 nochmals breiter gemacht, um die Möglichkeit zu haben, zuvor Genanntes besser abfedern zu können“, erklärt Solitude-Kapitän Ingmar Peitz. Peter Wolfenstetter darf einige neue Namen in seinem Team begrüßen. Der Oberbayer in Diensten der Schwaben ist als ehrgeiziger und ambitionierter Trainer bekannt und möchte seine Mannschaft in der anstehenden Runde unbedingt wieder auf den vordersten Plätzen sehen. „Ich glaube, wir haben eine gute Mischung gefunden. Natürlich ist die Konkurrenz groß, aber wenn du in der DGL nicht gewinnen willst, darfst du gar nicht erst antreten“, so Wolfenstetter.

Verzichten muss er künftig auf Max Walz, der sich ausschließlich auf seine Profikarriere konzentrieren möchte. Der Däne Peter Staalbo blieb bei seinen Einsätzen für Stuttgart im Vorjahr hinter seinen Erwartungen zurück und wird den Sommer 2019 in den USA verbringen. Mit Kai Rastetter (GC Oftersheim) und Yannik Bläse (GC Haghof) haben zwei weitere Akteure Solitude verlassen. Neu im Kader sind dagegen Benedikt Thalmayr (zuletzt GC St. Leon-Rot), Max Eichmeier (reamateurisiert) und Max O'Hagan. Letzterer ist ein Studienfreund von Jonas Kugel und stößt aus England hinzu. Er hat vor allem auf College-Events in den USA bereits durch zahlreiche Top-Ten-Platzierungen auf sich aufmerksam gemacht. Mit Tim Erhardt wird zudem ein Talent aus der eigenen Jugend eine Chance bekommen.

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Die Vorbereitungen laufen auch in Stuttgart auf Hochtouren. Kapitän Peitz: „Wir trainieren seit Januar wöchentlich in der Halle und sind seit März wieder auf der Range.“ Ein Trainingslager in Italien soll dem Team den Feinschliff geben, damit es 2019 wieder klappt mit dem Erreichen des großen Ziels: Stuttgart will ins Final Four. „Daran hat sich im Vergleich zum Vorjahr nichts geändert“, erklärt Peitz. Kleiner Vorteil: Am letzten Spieltag (3./4. August) genießen die Schwaben Heimrecht.

Der Kader 2019: Julian Gesell, Max Eichmeier, Tim Erhardt, Fabian Haug, Alex Herrmann, Max Herrmann, Michael Hirmer, Max Holzwarth, Maurice Jordan, Jonas Kugel, Nick Mattner, Marc Mazur, Max O'Hagan, Michael Pfeifer, Julian Schinnenburg, Yannick Schütz, Severin Soller, Benedikt Thalmayr

 

GC Herzogenaurach

Bis zum letzten Spieltag hatten es die Herren aus dem GC Herzogenaurach spannend gemacht. In der DGL-Saison 2018 konnten die Franken den Abstand zu den drei großen Teams noch einmal verkürzen, und in Runde fünf hatten sie sogar noch die Chance auf ein Final-Four-Ticket. Die Motivation, es in der Saison 2019 noch besser zu machen, ist auf jeden Fall da. „Unsere jungen Spieler sammeln immer mehr Erfahrung und werden immer selbstbewusster, wenn sie sich Stück für Stück an die starken Teams heranpirschen. Ich glaube, dass wir auch in diesem Jahr eine gute Chance haben werden. Letztes Jahr haben wir gesehen, dass die vier Topteams in jedem Match nur ein paar wenige Schläge auseinander sind“, erklärt GCH-Coach Craig Miller. Der Brite trainierte in der Vorbereitung mit seiner Mannschaft in seiner Heimat Schottland.

Mit der neuen Ausländerbegrenzung sind sie zwar nicht sonderlich glücklich in Herzogenaurach, aber man werde das Beste daraus machen. Zumal: Die Spitzenspieler der Franken werden natürlich auch immer besser. Der beste Beweis: Matthias Schmid ist erstmals für den Arnold Palmer Cup nominiert worden, bei dem Mitte Juni die besten College-/Universitäts-Golfer aus den USA gegen die Konkurrenz aus dem Rest der Welt antreten werden. Und Matthias Schmid ist dabei. Eine Auszeichnung für den Studenten der University of Louisville, der zum Kader des GC Herzogenaurach gehört.

Man freue sich auf die neue DGL-Saison und sei gespannt, „wohin uns die Reise führt“, so Coach Miller, der drei Neuzugänge im Team begrüßen kann: Mit Felix Swoboda ist ein hoffnungsvolles Nachwuchstalent aus dem GC Am Reichswald nach Herzogenaurach gewechselt. Mit Frederik Schulte wird ein weiterer US-College-Golfer den GCH verstärken. Schulte ist ein ehemaliger Nationalspieler, der im GC Bergisch Land einige Jahre mit Martin Kaymer in einer Mannschaft gestanden hatte. Ebenfalls neu: Florian Dittrich, der vom GC Feldafing nach Herzogenaurach wechselt. Ansonsten ist der Kader größtenteils unverändert geblieben. Craig Miller: „Ich glaube, wir können in der kommenden Saison das nächste Level erreichen und dann werden wir sehen, was für uns in dieser starken Liga möglich ist. Die Jungs sind auf jeden Fall hochmotiviert.“ 

Der Kader 2019: Matthias Schmid, Graeme Robertson, Simon Taylor, Euan McIntosh, Simon Zach, Benjamin Gabler, Benjamin Gerber, Moritz Hermann, Michael Strohmaier, Alexander Elsner, Lukas Pany, Ruwald Ausborn, Felix Swoboda, Frederik Schulte, Florian Dittrich

 

GC Neuhof

Welche Rolle wird der Aufsteiger aus der Nähe von Frankfurt spielen in der 1. Bundesliga Süd der Herren? Die bisherigen Teams aus dem Großraum München (Olching, Eichenried, Straßlach) waren in den vergangenen Jahren seit Bestehen der KRAMSKI Deutsche Golf Liga nur so etwas wie das fünfte Rad am Wagen. Zu stark war die Konkurrenz aus Mannheim, St. Leon-Rot und Stuttgart. Und die Mannschaft des GC Herzogenaurach hat es zuletzt geschafft, zumindest den Anschluss herzustellen ans Top-Trio der Liga. Also geht auch der GC Neuhof als klarer Außenseiter in die DGL-Saison 2019, aber vielleicht kann er ja aus der Euphorie des Aufstiegs Kraft und Mut schöpfen, um den Arrivierten zumindest hier und da ein paar Punkte abzuknöpfen.

Neuhofs Kapitän Norman Schenk fasst es treffend zusammen und freut sich auf die Duelle: „Es ist uns eine Ehre, einmal wieder in der 1. Bundesliga Süd mitspielen zu dürfen. Auch wenn die Aussichten, auch auf die letzten Jahre reflektiert, für die jeweiligen Aufsteiger nicht besonders rosig sind, was den Verbleib in der 1. Liga angeht, werden wir trotzdem versuchen, alles zu geben, um erfolgreiche Spieltage abzuliefern.“ Das gesamte Team freue sich schon „wie Bolle“ auf den ersten Spieltag 2019, der am Wochenende 11./12. Mai in St. Leon-Rot steigen wird. Um ideal vorbereitet zu sein, trainiert die Mannschaft von Trainer Michael Mitteregger an Wochenenden mit zusätzlichen Proberunden auf den auswärts zu spielenden Plätzen.

Das Saisonziel ist nach den Erfahrungen aus den vergangenen Jahren selbstverständlich der Klassenerhalt. Der GC Neuhof wird seine Herren in nahezu unveränderter Aufstellung an den Start schicken. Lediglich Tom Barzen hat den Club verlassen und sich dem Nachbarn Frankfurter GC angeschlossen. Dafür stößt mit dem erst 18-jährigen Benito Stübs (zuletzt GC Hanau) ein hoffnungsvolles Talent zu den Neuhofern, die sich ihrer Rolle zwar bewusst sind, aber definitiv nicht eines sein wollen in der 1. Bundesliga Süd der Herren: das fünfte Rad am Wagen.

Der Kader 2019: Bene Gebhardt, Yannic Völker, Paul Zwanzig, Philipp Nazet, Janni Heyen, Ludwig Schäfer, Kevin Giulini, Kai Kröber, Joseph Hausberger, Marco Ullmann, Jan Philip Rau, Benito Stübs, Victor Camann