Aufsteiger stehen fest

Relegation

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von Stefan Bluemer

Parallel zum Final Four der KRAMSKI Deutsche Golf Liga presented by Audi haben die Zweitliga-Meister die Relegation um den Aufstieg in die Beletage des deutschen Mannschaftssports ausgetragen.

 

Jeweils auf den Plätzen der Viertplatzierten der 1. Bundesliga trafen sich die Meister der 2. Ligen, um im Matchplay gegeneinander den freien Platz im Oberhaus auszuspielen.

1. BL Nord – Damen

Bei den Damen hat sich im Norden der GC Mülheim/Ruhr durchgesetzt. Von der Papierform her waren die Ruhrstädter leicht favorisiert. Auf der Anlage des GC Hubbelrath verliefen die Vierer gegen den GC Hamburg-Walddörfer ausgeglichen. Mit 1,5:1,5 ging es in die sechs Einzel.

Anfangs führten die Nordlichter in den meisten Matches, aber auf der Backnine zündete Mülheim den Turbo. Hamburg konnte nur ein Einzel für sich entscheiden, die übrigen Punkte wanderten zum 6,5:2,5-Sieg auf das Konto des GC Mülheim.

„Die Stimmung unter den Mannschaften war durchweg gut und alle Partien waren sportlich fair. Mit dem Aufstieg in die erste Bundesliga haben wir unser Saisonziel mehr als erreicht. Passend zum 25-jährigen Jubiläum des Clubs hat es erstmalig eine Mannschaft geschafft, in die 1. Bundesliga aufzusteigen. Wir möchten uns beim GC Hamburg-Walddörfer für die sehr spannenden und zugleich sportlichen und fairen Matches bedanken! Zudem gilt ein besonderer Dank den Mitgliedern unseres Golfclubs, die uns den ganzen Tag über begleitet und unterstützt haben“, freute sich Anna Bautista für GC Mülheim über den Titelgewinn ihres Teams.

1. BL Süd – Damen

Zwei Jahre Abstinenz finden für die Damen des Frankfurter GC ein Ende. Der FGC hat den Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga der KRAMSKI Deutsche Golf Liga presented by Audi geschafft und sich im Relegationsspiel gegen den GC Hetzenhof mit 5:4 durchgesetzt.

Der Meister der Südstaffel präsentierte sich auf der Anlage des GC Am Reichswald in Nürnberg als der erwartet harte Brocken. Schon der erste Vierer am Morgen war Sinnbild für den zähen Kampf, denn Frankfurt führten zur Mitte der Backnine mit 4auf, ehe sich die Gegnerinnen doch wieder herankämpfen und mit vier Lochgewinnen in Folge ausgleichen konnten. Spätestens da war allen auf der Anlage in Nürnberg klar, dass es für die leicht favorisierten Frankfurterinnen kein Spaziergang werden würde.

Im zweiten Vierer gab es einen Punkt für das Team aus Baden-Württemberg. Dass es ausgeglichen in die sechs Einzel ging, war Amina Wolf und Katharina Keilich zu verdanken, die ihren Vierer mit 4&3 deutlich gewannen, obwohl sie zu Beginn der Runde einmal in Rückstand geraten waren.

Im ersten Einzel ging Katharina Söhnlein gegen Patricia Schmidt früh in Führung, baute diese sukzessive aus und sorgte für entspanntere Mienen im Frankfurter Team, als sie nach acht Bahnen schon mit 4auf in Front lag. Diese Führung verwaltete die routinierte Matchplay-Spielerin und gewann am Ende mit 4&2.

Amina Wolf ging ebenfalls früh ihn Führung, konnte sich aber nie weiter als 2auf von Caroline Hermes absetzen. Die Führung abgeben musste die Nationalspielerin aber auch zu keinem Zeitpunkt und so holte sie mit 2auf den zweiten Einzelpunkt für den FGC.

Barbara Korte ging im letzten Einzel gegen Katharina Rösch raus. Die Frankfurterin gewann die ersten beiden Bahnen und ließ danach auch nichts mehr anbrennen. Auf der Backnine wurde es sogar noch eine ganz klare Sache und mit 6&4 war das Match schon auf dem 14. Grün entschieden.

Auch Catharina Graf lag auf der Frontnine knapp in Führung, konnte diese aber nicht stabilisieren und geriet auf Bahn 10 erstmals in Rückstand. Das Momentum war nun auf der Seite von Selina Budde und so holte sich Hetzenhof mit 2&1 einen Punkt. Da zeitgleich auch Katharina Keilich gegen Vivenne Bühle mit 3&2 verloren hatte, obwohl sie mit zwei Lochgewinnen gestartet war, hing die Entscheidung nun am Match zwischen Katharina Dorsheimer und Chiara Jetter. Vorteil für Frankfurt war, dass für Dorsheimer reichen würde, dieses Match zu teilen, während Jetter unbedingt gewinnen musste, um das Stechen zu erzwingen. Da die Frankfurterin nach 15 Bahnen mit 3auf führte, war für Hetzenhof nicht mehr möglich, noch gesamt den Ausgleich zu erzielen. Das Match steht am Ende als geteilt in den Archiven.

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Der Jubel auf Frankfurter Seite war riesig. Die Spannung einer ganzen Saison entlud sich in einem Moment und so war Coach Michael Totzke nach dem letzten Putt sichtlich ergriffen: „Das war ein Sensationstag. Noch enger hätte es gar nicht laufen können. Es war eine super Teamleistung – vom ganzen Club.“ Auch für den Gastgeber hatte Totzke ein dickes Lob parat, denn in der Nacht zuvor hatte ein Sturm in Nürnberg gewütet und dennoch schafften es die Greenkeeper, den Platz rechtzeitig bestens bespielbar hinzubekommen: „Das kann man dem GC Am Reichswald gar nicht hoch genug anrechnen, welchen Aufwand sie hier für unser Match getrieben haben.“

Beim GC Hetzenhof hielt sich die Enttäuschung in Grenzen, denn als Aufsteiger aus der Regionalliga sofort Meister geworden zu sein, war schon eine große Sache für die Junge Truppe aus Lorch. „Wir konnten hier viel Erfahrung sammeln und schließen damit eine vielversprechende Saison in der DGL ab. Unserem Trainer Marco Müntnich haben wir alles zu verdanken“, zollte Hetzenhof-Kapitänin Carina Kunz dem Coach allergrößten Respekt.

1. BL Süd – Herren

Bei den Herren setzte sich im Süden der GC Olching mit 9:3 gegen den GC Domäne Niederreutin durch. Die Mannschaft aus dem Münchner Westen führte schon nach den Vierern mit 3:1 und ließ sich danach auch nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Dabei sieht das Endergebnis auf den ersten Blick völlig klar aus, was es auf dem Platz tatsächlich aber nie war, denn die meisten Matches verliefen sehr eng und ausgeglichen.

Zwischenzeitlich tauchten die Bondorfer sogar im Livescoring als Leader auf. Nur zwei Punkte konnte Olching vorzeitig einbuchen, alle anderen Matches gingen bis auf das 18. Grün, wobei die Bayern nervenstark agierten und auf jeden guten Schlag des GC Domäne Niederreutin eine noch bessere Antwort parat hatte.

Christoph Kopp, Kapitän des GC Olching betonte nach dem letzten Putt, dass der Spieltag deutlich knapper war als das Endergebnis von 9:3 suggeriert: „Nachdem die Viererbegegnungen am Freitag feststanden, standen wir wie erwartet, schweren Aufgaben gegenüber. Umso größer war die Freude, als wir mit einem 3:1 durch drei überzeugende Vierer in den Nachmittag starten konnten. In den Einzeln war über einen großen Teil des Spielverlaufs eine eher ausgeglichen Partie zu sehen. Letzendes sind wir in den Einzeln mit ingesamt fünf Partien auf die 18. Bahn gegangen und konnten davon zwei gewinnen, zwei teilen und mussten leider eine verlieren. Wir bedanken uns beim GC Herzogenaurach, der uns einen ausgezeichneten Platz zur Verfügung gestellt hat und beim GC Niederreutin für den fairen Kampf.“

Der Sieg in der Relegation ist aus Olchinger Sicht das Highlight der Saison. Darauf hatten die Bayern seit zwei Jahren hingearbeitet haben und sich nun selber belohnt.

1. BL Nord – Herren

Den Aufstieg in die 1. Bundesliga-Nord haben die Herren des GC Hösel kampflos erreicht, da der Berliner GC Stolper Heide die Relegation nicht am vorgesehenen Spieltag wahrnehmen wollte.