Max Oelfke führt Mannheim zum Sieg

1. Bundesliga Süd - Herren

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Thomas Kirmaier

Der GC Mannheim-Viernheim gewinnt den 3. Spieltag der KRAMSKI Deutschen Golf Liga presented by Audi - dank Max Oelfke. Der Mannheimer schießt in seinem Einzel am Sonntag eine 65 (-7) und führt seine Mannschaft mit gesamt +13 zum Tagessieg. Platz zwei geht an den GC St. Leon-Rot (+16), Herzogenaurach (+19) wird Dritter. Der gastgebende Stuttgarter GC Solitude (+23) muss sich mit Rang vier begnügen.  

Stuttgart - Was die deutsche Fußball-Nationalmannschaft kann, das können die Herren aus der 1. Bundesliga Süd der Herren schon lange: die Spannung hochhalten bis zur letzten Sekunde. Schon am zweiten Spieltag in Mannheim war der Tagessieg quasi mit dem letzten Putt entschieden worden. Am 3. Spieltag beim Stuttgarter GC Solitude gab es erneut ein großes Finale. Als der letzte Ball ins Loch fiel, wussten die meisten noch gar nicht genau, wie das Ganze ausgegangen war. „So bleibt es eine Überraschung. Das ist doch schön“, freute sich Ted Long.

Der Trainer des GC Mannheim-Viernheim hatte gut lachen. Seine Mannschaft krallte sich die fünf Punkte – dank einer erneut überragenden Leistung von Max Oelfke. Der College-Student hatte schon beim Heimspiel in Viernheim eine 64 und damit den besten Score aufs Fairway gezaubert. Auf dem bestens präparierten, aber durchaus anspruchsvollen Kurs in Stuttgart zeigte Oelfke einmal mehr, aus welchem Holz er geschnitzt ist. Seine 65 (-7) katapultierte die Mannheimer nach ganz oben. Dabei wäre sogar noch mehr drin gewesen: Bei seinem Birdieputt auf der 14 klatschte ihm ein Teamkollege mitten in die Ausholbewegung. Oelfke erschrak, verpasste und ärgerte sich maßlos. „Manchmal braucht es aber genau so einen Impuls. In dieser Situation war es so“, sagte der Spieler selbst, denn: Er holte Verpasstes nach und beendete seine Einzelrunde grandios mit vier Birdies auf den abschließenden vier Bahnen.

Für Ted Long ist Max Oelfke der "King of the Bundesliga"

Zuletzt war das Finish ja nicht unbedingt Mannheims Stärke gewesen. An den vorherigen Spieltagen hatten die jungen Männer von Ted Long die Konkurrenz jeweils in Finale vorbeiziehen lassen. Diesmal war es anders. Die letzten drei Löcher in Stuttgart absolvierte Mannheim mit gesamt neun unter Par. Ted Long: „Vielleicht machen wir eine Schwäche ja zu unserer Stärke. Unser Max Oelfke ist der King of the Bundesliga. Was er an den beiden Spieltagen in seinen Einzeln gezeigt hat, ist erstklassig.“ Und während der GC Mannheim-Viernheim mit Genugtuung seinen Tagessieg in Stuttgart feierte – Stuttgart hatte ja zuvor in Mannheim gewonnen – zeigten die Gastgeber diesmal enttäuschte Gesichter.

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  • Winning Ted: Mannheims Trainer Ted Long freut sich über fünf Punkte. Foto: DGV/Kirmaier
  • Rein in den Stuttgarter Himmel: Solitude-Akteur Max Holzwarth beim Drive auf der 18. Foto: DGV/Kirmaier
  • Starker Herzogenauracher: Moritz Hermann landet mit seinem Team auf Rang drei. Foto: DGV/Kirmaier
  • Wie immer einer der besten im Einzel: Allen John vom GC St. Leon-Rot. Foto: DGV/Kirmaier
  • Mann des Tages: Max Oelfke spielte die beste Einzelrunde (65/-7). Foto: DGV/Kirmaier
  • Bei Stuttgarts Julian Gesell zwickte der Nacken. Foto: DGV/Kirmaier
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Stuttgarts Trainer Peter Wolfenstetter hätte natürlich gerne mehr geboten beim Spieltag daheim, aber es hatte einfach nicht sollen sein. „Wir haben derzeit aber auch die Seuche an den Händen. Zum einen ist da unser Verletzungspech, zum anderen war Michael Hirmer nach seiner Rückkehr von der European Tour aus Köln vielleicht noch ein bisschen müde“, so Wolfenstetter. Pech vor allem deshalb, weil Alexander Herrmann wegen einer Handverletzung das ganze Wochenende passen musste. Julian Gesell zog sich beim Aufwärmen am Sonntagmorgen eine Halsverletzung zu und ging gehandicapt auf die Runde. Und zu allem Überfluss musste Yannick Schütz nach neun Löchern wegen Schwindel aufgeben.

Eine Chance auf Wiedergutmachung gibt es für die Stuttgarter in vier Wochen, wenn der vierte Spieltag im GC Herzogenaurach ansteht. Die Franken werden hochmotiviert sein, denn auch in Stuttgart konnten sie beweisen, dass mit ihnen zu rechnen ist. Hätte Neuzugang Simon Zach, der erstmals für Herzogenaurach am Start war, Normalform in den Einzeln gehabt, wäre noch deutlich mehr drin gewesen als Rang drei. „Wir sind da und wissen, dass wir in guter Form mit den Spitzenteams mithalten können“, meinte ein zufriedener GCH-Trainer Craig Miller. Die besten Einzelrunden spielten seine beiden schottischen Landsleute Euan McIntosh und Graeme Robertson mit jeweils 70 (-2) Schlägen. Damit beendet Herzogenaurach Spieltag drei mit nur zwei Schlägen Rückstand auf den GC St. Leon-Rot.

Für den GC Olching gab es erneut nichts zu holen. Zwar lag die Mannschaft von Thomas Gögele nach den Vierern am Samstag noch gar nicht so weit weg von der Konkurrenz, aber die Einzel am Sonntag zeigten einmal mehr, dass das Team aus dem Münchner Westen noch nicht reif ist für 1. Bundesliga. Immerhin brachte Patrick Kopp für die Olchinger ein Ergebnis unter Par (69/-3) nach Hause. Am Ende bleibt der GCO allerdings mit gesamt +60 erneut weit hinter der Konkurrenz zurück. In der Tabelle teilen sich der GC St. Leon-Rot und der GC Mannheim-Viernheim Platz eins mit jeweils zwölf Zählern. Der Stuttgarter GC Solitude und der immer stärker werdende GC Herzogenaurach liegen mit je neun Punkten gemeinsam auf Rang drei.

  • Bestes Golfwetter herrschte in den Vierern am Samstag im Stuttgarter GC Solitude. Foto: DGV/Kirmaier
  • Bunkerschlag: Jiri Zuska vom GC St. Leon-Rot erlebte wie viele andere ein ständiges Auf und Ab. Foto: DGV/Kirmaier
  • Bester Vierer des Tages: die Mannheimer Max Bögel und Marc Alexander Hammer beendeten den Tag immerhin Even Par. Foto: DGV/Kirmaier
  • Freuen sich über die Führung nach den Vierern (v.l.): die Herzogenauracher Craig Miller, Peter Pantel und Martin Hastie. Foto: DGV/Kirmaier
  • Wiedersehen in Stuttgart: Olchings Julian Reich (l.) begrüßt Mannheims Hurly Long. Foto: DGV/Kirmaier
  • Mannheimer Kommandobrücke: Kapitän Frank Paul (l.) und Trainer Ted Long. Foto: DGV/Kirmaier
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