Hamburg und Wannsee steigen auf

1. Bundesliga Nord - Damen

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Stefan Bluemer

Die letzte Entscheidung in der Nordstaffel der Damen ist gefallen. Der GLC Berlin-Wannsee hat seinen Heimvorteil genutzt und sich für das Final Four qualifiziert.

Berlin – Bis auf das große Finalturnier in Köln ist die Saison 2018 der KRAMSKI Deutsche Golf Liga presented by Audi Geschichte. Der fünfte und letzte Spieltag fand im Norden auf der Anlage des GLC Berlin-Wannsee statt und der Hauptstadtclub hatte es hinbekommen, trotz großer Trockenheit einen prächtigen Platz zu präsentieren. Die Greenkeeper haben ganze Arbeit geleistet.

Auch sportlich gesehen war dieser Spieltag für die Hausherren eine runde Sache. Das erste Ziel, den Spieltag zu gewinnen, wurde zwar nicht ganz erreicht, aber Berlin darf zum Final Four reisen.

Hamburg, die Macht von der Elbe

Der Hamburger GC präsentierte sich als Team erneut zu stark für die Mitbewerber und sicherte sich zum vierten Mal die volle Punktzahl.

Beste Spielerinnen des HGC waren im Einzel Miriam Emmert mit einer 68 (-4) und Christin Eisenbeiß mit einer 69 (-3).
„Ich habe nicht so stark angefangen und lag nach acht Bahnen eins über Par. Auf der Backnine konnte ich mir deutlich mehr Chancen erarbeiten. Das Birdie an der 18 mit einem Zehn-Meter-Birdieputt war zum Schluss noch die Krönung der Runde. Jetzt gehe ich mit einem guten Gefühl ins Final Four und habe ein ganz klares Ziel vor Augen“, kommentierte Miriam Emmert ihren fabelhaften Score.
Auch Christin Eisenbeiß hatte eine tolle Runde absolviert: „Ich habe sehr solide gespielt und bin sehr zufrieden mit meiner Runde. Ich habe fast alle Fairways und Grüns getroffen, habe viele Birdies gemacht, aber leider auch Eagle-Chancen liegen gelassen. Zweiputt-Birdies nehme ich aber natürlich gerne mit. Maike Schlender war als Caddie bei mir und das hat sehr viel Spaß gemacht.“

Christian Lanfermann, Coach des dominierenden Teams der Nordstaffel, war nach dem glatten Durchmarsch seiner Mädels in Berlin sehr beeindruckt. Obwohl Hamburg schon nicht mehr von der Spitze zu verdrängen war, gab das Kollektiv von der Elbe Vollgas und distanzierte den GLC Berlin-Wannsee um satte 16 Schläge.

„Die Mädels sind einfach heiß darauf, Golf zu spielen. Wir wollten hier unbedingt ein Zeichen setzen und ein Signal nach Köln schicken, dass mit uns definitiv gerechnet werden muss. Der Schlüssel zum Erfolg war hier sicher auch, dass sich jede Spielerin individuelle Ziele gesetzt hatte. Jede für sich war dadurch sehr konzentriert. Ich sehe auch, dass wir in der Breite einen ganz starken Kader haben, bei dem jeder in der Lage ist, sofort richtig gut zu spielen. Ich möchte mich ganz ausdrücklich einmal beim Team hinter dem Team bedanken. Die Mädels werden wirklich rundum perfekt betreut. Daran sind vor allem Susanne Junge, unsere Physio-Therapeutin, Justin Walsh als Mentalcoach und auch Christian Höhns, der Athletiktrainer beteiligt.“

Hinter Hamburg

Hinter der dominierenden Mannschaft der Saison reihte sich Wannsee ein und verwies in der Abschlusstabelle damit den vorher punktgleichen Rivalen GC Hubbelrath auf Rang drei.
Die Freude und Erleichterung der Berliner war groß, erneut beim Final Four dabei sein zu können. Noch lange nach dem letzten Putt standen die Gastgeber etwas verloren am 18. Grün, denn bis das Endergebnis vorlag, dauerte es etwas länger. Das Livescoring hatte im Laufe des Tages durch eine technische Panne nicht mehr funktioniert. Wie wild gingen bei den Teams Kurznachrichten hin und her und es wurde mit allen zehn Fingern gerechnet.
Tina Fischoeder, die schon im Vierer an der Seite von Lydia Volkmer für Wannsee so überzeugend abgeliefert hatte, brachte im Einzel den einzigen Berliner Score unter Par ins Clubhaus. Die routinierte Spielerin war am Abend überglücklich, dass ihr Team es wieder ins Final Four geschafft hatte: „Es ist immer wieder eine Herausforderung. Heute waren wir etwas besser als Hubbelrath und darüber sind wir sehr glücklich. Beim Final Four geht hoffentlich viel, aber auch da gilt: es können alle Golf spielen und wir müssen schauen, wer den besseren Tag erwischt. Unser Zwischenziel ist eine Medaille, hoffentlich wird es die goldene. Für uns ist immer alles drin. Wir sind ein super Team und können immer auf den anderen Zählen. Es ist toll, für diese Mannschaft zu spielen!“
Bei Mario Hansch, dem Coach des Teams vom Wannsee, war die Freude über den Erfolg riesig: „Es ist immer das Ziel des ganzen Jahres! Man arbeitet direkt nach dem Final Four des letzten Jahres darauf hin, das nächste Final Four zu erreichen. Das ist ein bisschen wie Weihnachten. Mehr geht kaum. Die ganze Saison war durchwachsen mit phantastischen Spieltagen und Spieltagen, an denen es nicht so gut lief. Wir haben an uns geglaubt und haben als Mannschaft funktioniert. An jedem Spieltag waren andere Spielerinnen stärkste, die Vierer haben gut zusammen funktioniert und es ist eine Mannschaft durch und durch. Als Außenseiter ins Final Four zu gehen, macht es allen anderen schwerer als uns und ich finde das einen super Gedanken. Wir haben eine Menge Erfahrung in solchen Finalsituationen, Matchplay liegt uns. Wir freuen uns auf das Final Four in Köln.“

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  • Denise Kalek richtete bei Sophie Witt noch das Haarwerk  (Foto: DGV/stebl)
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Hubbelrather Viererschwäche

Beim GC Hubbelrath war die Enttäuschung am Ende groß, denn Sophie Witt hatte mit einer formidablen 68 (-4) die Hoffnung der Düsseldorfer Mannschaft genährt, doch noch den Sprung zum großen Finalturnier realisieren zu können.

Am Ende fehlten den Rheinländerinnen noch drei Schläge auf den GLC Berlin-Wannsee. Sophie Witt, die den Tagesbestscore unterschreiben durfte, war trotz ihrer tollen Leistung enttäuscht: „Nach den Vierern gestern war klar, dass wir heute alles geben mussten, um ins Final Four zu kommen. Ich habe heute sehr solide gespielt, viele Fairways getroffen und die Eisen dann in die Nähe der Fahne gebracht. Der Putter war heiß und mein Wille, ins Final Four zu kommen, hat mich angespornt. Leider hat es nicht gereicht. Viele Dank an meinen Caddie. Ohne Kathi wäre ich heute nicht so gechillt geblieben.“

Chris Webers, der Coach der Düsseldorfer Damen, war einerseits froh dass sein Team in den Einzeln wieder besser gespielt hatte als Berlin, haderte aber mit den Vierer-Leistungen: „Wir müssen uns für nächste Saison etwas einfallen lassen, damit wir in den Vierern nicht so viele Schläge verlieren. Sehr ärgerlich, dass wir jetzt schon das dritte Mal mit sehr wenigen Schlägen Rückstand Punkte abgegeben haben. Aber das macht es ja eben auch so spannend.“

Mülheim muss runter

Am Tabellenende stand schon vorher fest, dass Aufsteiger GC Mülheim wieder zurück in die 2. Bundesliga absteigt. Die Ruhrstädter haben aber Blut geleckt und werden alles daran setzen, sich 2020 wieder in der Beletage zu präsentieren.

Der Berliner GC Gatow hat am letzten Spieltag darauf verzichtet, die Leistungsträgerinnen von den britischen Inseln einzufliegen. Mit dem heimatnahen Stammkader zeigte sich das Team von Trainer Joel Goodson in der Nachbarschaft des eigenen Platzes nicht so stark und musste dem GC Mülheim/Ruhr schlaggleich nach Kartenstechen den Vortritt lassen.

Final Four in Köln

Am 18. und 19. August steigt im Kölner GC das große Finalturnier.

 

So war es in den Vierern gelaufen

 

Endstand 5. Spieltag

1. Hamburger GC Brutto -4
2. GLC Berlin-Wannsee Brutto +12
3. GC Hubbelrath Brutto +15
4. GC Mülheim Brutto +48
5. Berliner GC Gatow Brutto +48

 

Abschlusstabelle

1. Hamburger GC 24
2. GLC Berlin-Wannsee 18
3. GC Hubbelrath 17
4. Berliner GC Gatow 10
5. GC Mülheim/Ruhr 6