Vom Winde verweht

1. Bundesliga Nord - Herren

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Stefan Bluemer

Der dritte Spieltag der KRAMSKI Deutschen Golf Liga presented by Audi startet in der Nordstaffel der Herren in Hösel mit viel Wind und nur wenigen tiefen Scores.

Ratingen/Hösel – Der Nordplatz des GC Hösel bietet bei freundlichem Wetter guten Spielern sehr viele Chancen, Birdies zu spielen. So kommt der tiefe Platzrekord von 62 (-9) Schlägen zustande, gehalten vom Frankfurter Pro Max Röhrig.
In den Vierern des dritten Spieltags der 1. Bundesliga Nord hatten die Herren ihre liebe Mühe, die Scores im Rahmen zu halten, denn der Wind hatte im Vergleich zu den Vortagen, als die Proberunden gespielt wurden, komplett gedreht und sorgte dafür, dass insgesamt nur drei Scores unter Par ins Clubhaus kamen. Der hügelige Kurs am Südrand des Ruhrgebiets zeigte seine Zähne und macht es den Athleten alles andere als leicht, die richtige Dosis an Risiko für die Schläge zu wählen.
Mit Abstand am tiefsten ging es für Tom Westenberger und Ben Marckmann. Die Marienburger hatten besonders auf der Backnine einen echten Lauf. Sechs der sieben Birdies brachten die Athleten des Aufsteigers von Bahn 11 bis 17 unter. Auf der Frontnine lief es vom Tee noch nicht so perfekt, aber als sich die beiden auf den Wind eingestellt hatten, lief es einfach. Ganz überraschend kommt der tiefe Score nicht, denn Tom Westenberger ist mit +4,0 das beste Handicap im Feld, nachdem er im US-Collegegolf ein gutes Jahr hinter sich gebracht hat und Ben Marckmann macht in diesem Jahr eine gute Entwicklung durch.
Unter Par blieben noch mit jeweils 70 (-1) Schlägen die Berliner Nikolai Schaffrath und Nils Dobrunz sowie die Frankfurter Max Röhrig und Gregor Weck.

Die Berliner starteten mit einem Birdie und lagen nach sieben Bahnen schon bei zwei unter Par, ehe die Scorekarte bunter wurde. Mit eine Doppelbogey auf Bahn 8 und einem Bogey auf Bahn 10 drehte das Ergebnis, aber Dobrunz und Schaffrath blieben ganz ruhig und lieferten mit einem Birdie-Birdie-Finish die passende Antwort. Dabei hatten die beiden auch das Glück des Tüchtigen, als Nicolai Schaffrath einen Chip zum Birdie versenkte.
„Wir sind grundsätzlich sehr zufrieden. Es war mit dem Wind heute ziemlich schwer. Wenn man sich die Scorekarten anschaut, waren es ein paar Fehler zu viel. Wir hatten zwei recht gute Vierer, auch wenn es auch bei denen einen Auf und Ab war. Die anderen haben ein paar Schläge liegen lassen. Wir werden heute noch ein kleines Programm machen, um uns auf die Einzel vorzubereiten und ein paar Sachen besprechen. Wir sind guter Dinge für morgen und wollen angreifen. Wenn möglich, möchten wir unseren Spieltagssieg vom letzten Jahr wiederholen“, zog Wannsee-Coach Christian Kurras aus dem guten Zwischenstand viel Zuversicht für den zweiten Wettkampftag.

Marienburg Spitze

Die Berliner liegen vor den Einzeln mit gesamt +5 aussichtsreich, aber in Führung ist nach den Vierern der Marienburger GC. Der Aufsteiger aus dem Kölner Süden brachte neben dem überragenden Score von Tom Westenberger und Ben Marckmann noch eine solide 72 (+1) der Routiniers Martin Ellsiepen und Christoph Mittag sowie eine hart erkämpfte 75 (+4) von Fynn Fenstermacher und Max Basler rein.
Eine kuriose Runde spielten Frederik Eisenbeis und Christopher Wüst. Ein Birdie gelang den beiden nicht. Ein Bogey notierten sie auch nicht. Und trotzdem stand der Zähler am Ende auf 80 (+9). Drei Doppelbogeys und ein Triple verhagelten die Runde, die als Streichergebnis nicht in die Wertung einfließt und nur im Falle eines Kartenstechens am Ende des Spieltags von Bedeutung sein könnte.
„Wir genießen noch das Gefühl des guten Spieles von heute und versuchen, Spiel und Euphorie in den morgigen Tag mitzunehmen und in den Einzeln da anzuknüpfen, wo wir heute aufgehört haben: an gutes Spiel und Vorfreude auf das, was noch kommt“, freute sich Peer Sengelhoff über das Bild des Zwischenklassement.

Hubbelrath in Lauerstellung

Der vielfache Deutsche Mannschaftsmeister tut sich in dieser Saison noch schwer, liegt aber in Hösel in Lauerstellung. Schlaggleich mit dem GLC Berlin-Wannsee stehen die Düsseldorfer mit +5 auf dem geteilten zweiten Rang, nur vier Zähler hinter Marienburg.
Das Team von Coach Roland Becker konnte nicht mit dem einen Top-Score aufwarten, lieferte dafür in der Breite solide Ergebnisse ab. Max Herter und Julian Baumeister sowie Cedric Otten und Max Mehles unterschrieben jeweils eine 72 (+1). Auch der dritte Vierer in der Wertung lag mit 74 (+3) Schlägen nicht weit ab.
Mehles und Otten vergaben mit einem Doppelbogey auf der letzten Bahn ihre Chance auf einen Score unter Par. Zuvor hatte dieses Duo gut harmoniert und immerhin vier Birdes platzieren können.
Max Herter und Julian Baumeister schafften es vor der feinen Aussichtsplatzform auf Bahn elf ein Eagle zu spielen und kassierten dafür den Beifall der Golffans, die auf der schick hergerichteten Empore gleich drei Bahnen im Blick haben.
„Ich bin nicht zufrieden. Wir haben uns nicht gut an die veränderten Bedingungen angepasst und auch einige Fehler gemacht. Aber es ist nicht viel passiert. Unser Team ist sehr motiviert und in guter Form. Morgen geben wir Gas“, zieht Roland Becker ein Tagesfazit, das gleichzeitig zum aggressiven Spiel in den Einzeln auffordert. Die Fans dürfen sich freuen.

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Gastgeber mit großem Rückstand

„Ich bin von unserem Ergebnis der Vierer wirklich schockiert. Das war schwach, was wir heute gespielt haben. Wir werden morgen unser Spiel spielen und dann sehen, was dabei heraus kommt. Ich kann aber nicht böse auf die Spieler sein, denn jeder gibt sein Bestes“, war Christian Niesing natürlich mit den Scores der Vierer auf heimischem Gelände alles andere als einverstanden.
Pro Marcus Toennessen hatte mit Neuzugang Marcel Zillekens noch das beste Ergebnis abgeliefert. Allerdings ist für dieses routinierte Duo eine 75 (+4) mit nur einem Birdie weit vom eigenen Anspruch entfernt.
Jugend-Nationalspieler Jonas Baumgartner brachte mit Nick Spillmann nur fünf Pars auf die Karte. Den immerhin vier Birdies standen etliche höhere Zahlen entgegen, so dass die beiden Youngster am Ende eine 77 (+6) unterschreiben mussten.
Noch höher ging es für Julian Hausweiler, der gemeinsam mit Chrisopher Huvermann eine 79 (+8) ins Clubhaus brachte. Ebenfalls eine 79 unterschrieben Michael Blömacher und Nationalspieler Jannik de Bruyn.
Auch dieses Duo brachte vier Birdies unter, kassierte aber zu viele Bogeys und Doubles und sogar ein Triple.

Tabellenführer will aufdrehen

Der Frankfurter GC war nach bisher zwei Spieltagssiegen mit breiter Brust nach Hösel gereist. Der Auftakt war aber alles andere als gelungen und auch das Ergebnis am Abend ist nicht nach dem Geschmack der Hessen.
„Nachdem das bestimmt nicht der Start war, den wir wollten, weil wir es nicht ganz geschafft haben, uns auf die Bedingungen einzustellen, bin ich mit dem Ergebnis am Abend doch noch ganz zufrieden. Wir liegen nur drei Schläge hinter dem zweiten Platz und es gibt morgen noch viele Optionen, Schläge gutzumachen. Von daher versuchen wir morgen, heiß aus der Box zu kommen und das Feld von hinten aufzurollen. Mal gucken, was mit der Truppe hier noch drin ist“, sieht FGC-Coach Jan Förster den Tag nicht gar zu schlecht.
Max Röhrig hat mit Gregor Weck eine starke 70 (-1) unterschrieben und dabei nach einer schwächeren Frontnine eine perfekte Backnine gespielt. Auch wenn es auf den zweiten neun Bahnen etwas leichter ist, Birdies zu platzieren, muss man erst einmal die Nerven haben, einen Zwischenstand von +3 noch so cool zu drehen.
Max Hirsch feierte nach seiner langen Verletzungspause ein solides Comeback und brachte mit Ben Bradley eine 73 (+2) in die Wertung. Immerhin vier Birdies gelang dem hessischen Duo.
Unter dem Motto „Manchmal hat man einfach kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu“ könnte die Runde von Stefan Wiedergrün und Tim Mayer laufen. Einmal war es eine getroffene Stromleitung, die einen guten Schlag zunichte machte. Drei Bogeys auf den letzte vier Bahnen tat ein Übriges, um die Stimmung nach einer 78 (+7) zu trüben.
Lukas Buller und Lukas Köble brachten mit einer 83 (+12) sogar den höchsten Score aller Vierer ins Clubhaus.

Luftbilder des Platzes I

Luftbilder des Platzes II

Bilder der Vierer I

Bilder der Vierer II

 

Start ab 8.00 Uhr

Die Einzel der Herren werden am Sonntag ab 8.00 Uhr von Tee 1 gestartet.
Vorweg gehen wie schon am zweiten Spieltag Tim Mayer (Frankfurter GC) und Marcus Toennessen (GC Hösel). Als zweiter Zweierflight gehen um 8.11 Uhr Max Mehles (GC Hubbelrath) und Frederik Eisenbeis (Marienburger GC) raus. Danach starten bis 10.23 Uhr noch weitere zwölf Flights mit jeweils drei Athleten.
Ab 8.31 Uhr gehen von Tee 10 die Zweitliga-Damen der Gruppe West in ihren dritten Spieltag.

 

Zwischenstand nach den Vierern

Rang Club Ergebnis
1. Marienburger GC Brutto +1
2. GLC Berlin-Wannsee Brutto +5
3. GC Hubbelrath Brutto +5
4. Frankfurter GC Brutto +8
5. GC Hösel Brutto +18

  • Christopher Wüst ...  (Foto: DGV/stebl)
  • ... brachte mit Frederik Eisenbeis für den Marienburger GC das Streichergebnis rein  (Foto: DGV/stebl)
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