Stuttgart mal wieder in der Pole Position

1. Bundesliga Süd - Herren

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Thomas Kirmaier

Pünktlich vor dem Gewitter waren die Vierer durch: Im GC Neuhof führen erneut die Herren aus Stuttgart (+3) knapp vor Meister Mannheim (+4). Team SLR (+16) enttäuscht und geht hinter Herzogenaurach (+8) als Vierter in den Sonntag.

Dreieich - Dritter Spieltag in der KRAMSKI Deutsche Golf Liga presented by Audi – und in der 1. Bundesliga Süd der Herren ist alles beim Alten: Nach den Vierern am Samstag im GC Neuhof führt Spitzenreiter Stuttgart (+3), weil die Zwillinge Alexander und Maximilian Herrmann mit einer 68 (-4) die beste Runde des Tages spielen. Nur einen Schlag dahinter (+4) lauert der amtierende Deutsche Meister GC Mannheim-Viernheim; der GC Herzogenaurach (+8) rangiert vor den Einzeln am Sonntag auf Platz drei. Das Team aus dem GC St. Leon-Rot (+16) wird sich deutlich steigern müssen, wenn es nicht schon jetzt wichtigen Boden auf jene Plätze verlieren will, die zur Teilnahme am Final Four berechtigen. Gastgeber und Aufsteiger GC Neuhof konnte den Heimvorteil in den Vierern an einem sonnigen Samstag noch nicht nutzen und steht mit gesamt +20 erneut ganz unten im Tableau.

Dabei hatten sie sich so viel vorgenommen. Der GC Neuhof hatte sich für Spieltag drei ordentlich herausgeputzt und bot den Herren aus der 1. Bundesliga Süd zum Auftakt am Samstag gute Bedingungen. „Die beiden ersten Spieltage lagen zwar hinsichtlich unserer Spielqualität über unseren Erwartungen, wurden aber, was den Score betrifft, nicht belohnt. Deshalb müssen wir am Wochenende alles geben und eine hochkonzentrierte Leistung liefern, um verlorenes Terrain zurück zu gewinnen. Das ist möglich, wenn alle ihr Potenzial abrufen, zu dem sie in der Lage sind. Leider müssen wir auf unseren Leistungsträger Philipp Nazet verzichten, der in Mannheim die beste Runde des Teams gespielt hat“, berichtete Neuhofs Kapitän Norman Schenk. Nazet ist am Wochenende privat verhindert, seine Teamkollegen konnten diese Lücke zum Auftakt nicht füllen.

Allen voran Joseph Hausberger hatte sich seinen 31. Geburtstag sicher ganz anders vorgestellt. Der Routinier des GC Neuhof erlebte an der Seite von Kai Kröber einen Absturz, wie ihn am Freitag während der Einspielrunde zwei Herren mitgemacht hatten, die ihr Kleinflugzeug unweit des Golfplatzes auf Neu-Isenburger Flur in einen Wald gesetzt hatten. Sie verletzten sich Gott sei Dank nur leicht. Hausberger und Kröber kassierten Bogeys, Doppel- und Triplebogeys. Auf Bahn 17, einem 372 Meter langen Par 4, mussten die beiden gar eine „9“ auf die Karte schreiben. Am Ende wurde es das Streichergebnis. Allerdings blieben auch die anderen Neuhofer hinter ihren Erwartungen zurück.

Richtig gutes Golf spielten auf dem Parkland Course (die Schleifen Rot und Gelb) des Leading Golf Clubs Neuhof an diesem Samstag andere. Allen voran die Zwillinge Alexander und Maximilian Herrmann, die ihren Stuttgarter GC Solitude mit einer starken 68 (-4) auf Platz eins hievten. Der Spitzenreiter aus Schwaben ist mit einer auf einigen Positionen veränderten Mannschaft angereist. Für die verhinderten Michael Hirmer, Maximilian Holzwarth und Jonas Kugel sowie für Severin Soller rotierte Coach Peter Wolfenstetter Julian Schinnenburg, Maurice Jordan, Nicklas Mattner und Michael Pfeifer ins Team. „Bei uns können alle Golf spielen und es gilt das Gleiche wie in Mannheim. Wir kommen als Tabellenführer und wollen als Erster wieder heimfahren“, so Wolfenstetter. Die Basis für die Mission „Platz eins verteidigen“ ist gelegt.

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  • Bester Stuttgarter: Maximilian Herrmann war wie gewohnt mit Zwillingsbruder Alexander unterwegs. Foto: DGV/Kirmaier
  • In Lauerposition: Für Ferdinand Müller und seinen GC Mannheim-Viernheim ist noch alles drin. Foto: DGV/Kirmaier
  • Spaß am Golfsport haben die Coaches Peter Wolfenstetter (l./Stuttgart) und Craig Miller (r./Herzogenaurach). Foto: DGV/Kirmaier
  • Das SLR-Duo Christian Schnuck und Allen John konnte am Samstag noch nicht überzeugen. Foto: DGV/Kirmaier
  • Mit einem Banner an der Hauptstraße wirbt Gastgeber GC Neuhof für den 3. Spieltag in der KRAMSKI Deutsche Golf Liga. Foto: DGV/Kirmaier
  • Benito Stübs konnte mit seinem GC Neuhof den Heimvorteil noch nicht nutzen. Foto: DGV/Kirmaier
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Den Stuttgartern im Nacken sitzen allerdings sowohl der GC Mannheim-Viernheim als auch der GC Herzogenaurach. Beide Verfolger können in Neuhof ihre Leistungsträger aufbieten: Für Mannheim sind Professional Max Oelfke und Marc Hammer im Einsatz. Letzterer hatte tags zuvor nur um einen Schlag den Cut beim European-Tour-Event in München verpasst. „Aber er hat das großartig gemacht. Immerhin war es sein erster Auftritt auf der großen Tour“, lobte Mannheims Coach Ted Long seinen Schützling. Die Paarung Hammer/Oelfke unterschrieb eine 71 (-1) und steuerte das beste Ergebnis für den Titelträger bei. Seinen Leistungsträger hat auch Herzogenaurach am Start: Coach Craig Miller kann erstmals in diesem Jahr Matthias Schmid aufbieten. „Er hat das nächste Level erreicht. Matti ist so stark geworden und hilft dem Team ungemein“, so Miller. Schmid hatte zuletzt mit einem Top-Ten-Platz bei der Amateur Championship in Portmarnock (Irland) geglänzt. Zudem war er Teil des International-Teams gewesen, das beim Palmer Cup in den USA die Auswahl des Gastgebers geschlagen hatte.

Enttäuschte Gesichter gab es am dritten Spieltag in Neuhof nicht nur beim Gastgeber, sondern auch auf Seiten des GC St. Leon-Rot. Trainer Marco Schmuck hatte vor dem ersten Drive noch verkündet: „Wir sind komplett.“ Seine Mannschaft konnte in den Vierern aber noch nicht überzeugen. Zwei 77er-Runden der Duos Marnick Modder/Constantin Unger und Mauro Anderi/Jiri Zuska waren noch am besten. Die Routiniers Allen John und Christian Schunck haben mit dem Neuhofer Platz noch keine Freundschaft geschlossen. Sie suchten des Öfteren ihren Ball unter Büschen oder Bäumen und kamen nur mit einer 78 (+6) ins Ziel; der Anspruch des Teams SLR ist allerdings auch auf dem engen Kurs des GC Neuhof ein anderer. „Ich bin schon etwas enttäuscht“, gab Schmuck hinterher ehrlich zu.

Verloren ist aber noch nichts. Die Entscheidung fällt ohnehin erst am Sonntag in den Einzeln. Für den Gastgeber eine logistische Herausforderung, denn auf der Anlage sind auch die Damen aus der 2. Bundesliga Mitte unterwegs. Los geht’s für die Herren der 1. Bundesliga Süd am Sonntag um 8 Uhr. In der ersten Gruppe werden Stuttgarts Tim Erhardt und St. Leon-Rots Allen John unterwegs sein. Als Letzte gehen um 10.10 Uhr Ruwald Ausborn (Herzogenaurach), Benedict Gebhardt (Neuhof) und Max Oelfke (Mannheim-Viernheim) an Tee eins.

Stand nach den Vierern:
1. Stuttgarter GC Solitude     (+3)
2. GC Mannheim-Viernheim (+4)
3. GC Herzogenaurach           (+8)
4. GC St. Leon-Rot                 (+16)
5. GC Neuhof                         (+20)

  • Geburtstagskind: Neuhofs Joseph Hausberger (l./hier mit Kapitän Norman Schenk, r.) wurde am 3. Spieltag 31 Jahre alt. Foto: DGV/Kirmaier
  • Großes Hallo: Herzogenaurachs Matthias Schmid begrüßt St. Leon-Rots Coach Marco Schmuck. Foto: DGV/Kirmaier
  • Auf geht
  • Neuhofer Kommandozentrale: Trainer Michael Mitteregger (l.) und Kapitän Norman Schenk auf der Driving Range. Foto: DGV/Kirmaier
  • Mannheims Kapitän Frank Paul (l.) heißt Max Reiß in Neuhof willkommen. Foto: DGV/Kirmaier
  • Da waren sie noch guter Dinge: St. Leon-Rots Trainer Marco Schmuck (r.) und Kapitän Marcus Brandt. Foto: DGV/Kirmaier
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