Zum dritten Mal die Fünf: Stuttgart schafft Hattrick

1. Bundesliga Süd - Herren

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Thomas Kirmaier

Sie sind einfach nicht zu bremsen: Die Herren aus dem Stuttgarter GC Solitude (+13) gewinnen auch Spieltag drei in Neuhof und können die Hotelzimmer fürs Final Four buchen. Der zweite Platz geht nach Stechen an Meister Mannheim-Viernheim (+17). Gastgeber Neuhof wird nach einem Jahr wieder runter müssen.

Dreieich - Langsam wird’s unheimlich: Die Herren aus dem Stuttgarter GC Solitude gewinnen auch Spieltag drei der KRAMSKI Deutschen Golf Liga im GC Neuhof und schaufeln damit die Maximalausbeute von 15 Zählern auf ihr Konto. Einen Hattrick gleich zum Auftakt hat es in der 1. Bundesliga Süd der Männer zuletzt 2014 gegeben. Damals hatte der GC St. Leon-Rot dreimal hintereinander gewonnen. Umso glücklicher ist das Team von Coach Peter Wolfenstetter, das bei Aufsteiger Neuhof eigentlich ersatzgeschwächt angereist war. Was einmal mehr beweist, dass die Strategie, den Kader ausgeglichener zu formen, voll aufgeht.

Drei mal fünf macht 15, besser kann man nicht in eine Saison starten. Dementsprechend zufrieden war Coach Wolfenstetter nach dem letzten Putt: „Meine Jungs haben eindrucksvoll bewiesen, wohin die Reise in diesem Jahr gehen soll – nämlich ins Final Four. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Am Sonntag ist es noch einmal richtig eng geworden, aber wir haben kühlen Kopf bewahrt und das Ding wieder zu unseren Gunsten entschieden.“

Dabei fehlten Solitude am Wochenende mit Jonas Kugel, Severin Soller, Max Holzwarth, Michael Hirmer und Neuzugang Max O'Hagan gleich fünf Akteure. Dafür durften diesmal Michael Pfeifer, Max Eichmeier, Nicklas Mattner, Julian Schinnenburg und Maurice Jordan ran. „Das beweist ganz klar, dass wir auch starke Akteure jederzeit adäquat ersetzen können“, so Wolfenstetter. Die besten Einzel für Stuttgart spielten an einem erneut sonnigen, aber leicht windigen Sonntag Yannick Schütz (68/-4), Benedikt Thalmayr (69/-3) und Maximilian Herrmann (70/-2). Damit können die Schwaben schon mal für das Final Four am Wochenende 10./11. August im Gut Kaden planen, denn Rang zwei haben sie schon jetzt so gut wie sicher.

Richtig eng wurde es im Finish des 3. Spieltages in Neuhof im Kampf um Platz zwei. Da Herzogenaurachs letzter Mann auf der Runde, Ruwald Ausborn, auf der 18 das Doppelbogey zog, lagen seine Mannschaft und die des amtierenden Deutschen Meisters Mannheim-Viernheim mit gesamt jeweils 17 über Par schlaggleich. Das Stechen musste die Entscheidung über die Vergabe der vier und der drei Punkte bringen. Und das ging so: Da sowohl das beste Ergebnis des Spieltages (beide 70) als auch das beste Streichresultat (beide 78) identisch waren, musste laut Reglement der schlechtere Streicher herangezogen werden. Und genau da hatte Mannheim (80) die Nase vor Herzogenaurach (84).

„Natürlich ist das für uns ein bisschen ärgerlich, da wir vor der letzten Bahn noch zwei Schläge vor Mannheim lagen. Aber das Ergebnis von diesem Wochenende hat uns einmal mehr gezeigt, dass wir dran sind an den Topteams. Der Abstand wird geringer und wir haben immer noch eine kleine Chance aufs Final Four. Ein bisschen Träumen muss erlaubt sein“, erklärte GCH-Präsident Peter Pantel, der mit seinem Team am vierten Spieltag (20./21. Juli) Heimrecht genießt. Vor allem die Präsenz von Herzogenaurachs Spitzenspieler Matthias Schmid hat der gesamten Mannschaft Rückhalt gegeben. Die besten Einzel für die Franken spielten am Sonntag Neuzugang Frederik Schulte (71/-1) und Alexander Elsner (72/Par).

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  • Sie haben gut lachen: Stuttgarts Trainer Peter Wolfenstetter mit Benedikt Thalmayr. Foto: DGV/Kirmaier
  • Fair Play: Stuttgarts Yannick Schütz (l.) und St. Leon-Rots Daniel Becker. Foto: DGV/Kirmaier
  • Maximilian Herrmann freute sich mit Stuttgart über einen erneuten Tagessieg. Foto: DGV/Kirmaier
  • Mannheims Max Oelfke (hier mit Kapitän Frank Paul) war mit seinem Spiel am Sonntag nicht zufrieden. Foto: DGV/Kirmaier
  • Himmel in Weiß-Blau: Traumhafte Bedingungen herrschten auch in den Einzeln am Sonntag. Foto: DGV/Kirmaier
  • Jiri Zuska vom GC St. Leon-Rot jongliert mit Ball. Foto: DGV/Kirmaier
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Gastgeber GC Neuhof wird sich nach Runde drei endgültig damit abfinden müssen, dass das Abenteuer 1. Bundesliga ein kurzes wird. „Natürlich hatten wir gehofft, dass wir unseren Heimvorteil nutzen und mit einem guten Ergebnis den Abstand auf Rang vier verkürzen können. Das ist uns leider nicht gelungen. Man muss aber neidlos anerkennen, dass der Unterschied zu den arrivierten Teams in dieser Liga einfach zu groß ist“, so Neuhofs Kapitän Norman Schenk. Die Tatsache, dass Herzogenaurach, das vor der Saison noch als ärgster Konkurrent im Kampf gegen den Abstieg gehandelt worden war, nun doch weiter vorne mitspielt, hat den Neuhofern endgültig den Zahn gezogen. Ausgerechnet auf der eigenen Anlage war der Rückstand zu den restlichen vier Teams am größten.

So richtig enttäuscht reiste das Team aus dem GC St. Leon-Rot nach Spieltag drei ab. Die Mannschaft von Marco Schmuck hatte schon nach den Vierern zurückgelegen, konnte die Lücke aber am frühen Sonntagmorgen in den Einzeln schließen. Allen voran Allen John, der als Erster für Team SLR auf die Runde gegangen war, setzte mit einem Birdie auf Bahn eins gleich ein Ausrufezeichen. Als alle Gruppen auf der Runde waren, lagen die Teams aus Mannheim, Herzogenaurach, Stuttgart und St. Leon-Rot sogar innerhalb von nur einem Schlag. Ein Krimi zeichnete sich ab, im weiteren Verlauf des Tages gab St. Leon-Rot aber wieder zahlreiche Schläge auf dem engen Kurs des GC Neuhof ab. Vor den Augen von Bundestrainer Christoph Herrmann ließen vor allem die beiden Nationalspieler Philipp Katich und Raphael Geißler (jeweils 78/+6) Federn. Das war zu viel – und am Ende wurde es für den ambitionierten Club aus St. Leon-Rot nur Rang vier. Das Team muss um das Ticket fürs Final Four bangen.

„Klar bin ich mega enttäuscht nach diesem Spieltag und sicher haben wir uns mehr vorgenommen als Platz vier. Aber so ist das jetzt, in vier Wochen geht es weiter und wir werden garantiert nicht aufgeben“, gab SLR-Coach Marco Schmuck zu Protokoll. Er ist der Meinung, dass das schwache Abschneiden mit den Resultaten in den Vierern am Samstag zu erklären ist. „In den Einzeln haben wir mit Stuttgart und Mannheim ganz gut mitgespielt. Das war nicht das Problem“, so Schmuck. Ohnehin sehe er die Kooperation zwischen St. Leon-Rot und Marco Schmuck nicht als einjähriges Projekt. „Wir wollen mittel- bis langfristig junge, gute Spieler ausbilden. Klar war das an diesem Wochenende kein Glanzstück, aber wir stehen jetzt auf Rang drei mit zwei Punkten hinter Mannheim. Da ist noch alles drin.“

In vier Wochen steigt Runde vier im GC Herzogenaurach. Dann werden die Karten neu gemischt. Der Gastgeber wird ganz sicher noch einmal alles daran setzen, auf eigenem Platz so viele Punkte wie möglich einzusammeln. Das Team aus St. Leon-Rot wird ebenfalls angreifen und versuchen, das Ergebnis aus dem Vorjahr zu wiederholen. Im Juli 2018 hatte Team SLR den Spieltag in Herzogenaurach für sich entschieden.

  • Frühes Birdie: Allen John mit St. Leon-Rots Trainer Marco Schmuck. Foto: DGV/Kirmaier
  • Tim Erhardt musste am Sonntag im Einzel eine 79 (+7) unterschreiben. Foto: DGV/Kirmaier
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  • Herrliche Morgenstimmung: Die Anlage präsentierte sich auch am Sonntag in einem tollen Zustand. Foto: DGV/Kirmaier
  • Coaches unter sich: Am frühen Sonntagmorgen waren Bundestrainer Christoph Herrmann (r.) und St. Leon-Rots Nachwuchstrainer Sebastian Holzapfel gemeinsam unterwegs. Foto: DGV/Kirmaier
  • Starker Bunkerschlag: Christian Schnuck vom Team SLR rettete das Par. Foto: DGV/Kirmaier
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