St. Leon-Rot und Frankfurt spielen um Gold

Final Four 2019

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Christopher Tiess

In den Halbfinal-Begegnungen des KRAMSKI DGL Final Four besiegt der GC St. Leon-Rot den Hamburger GC mit 6,0:3,0. In der zweiten Partie erkämpfen sich die Damen des Frankfurter GC mit 5,0:4,0 einen überraschenden Sieg gegen den G&LC Berlin-Wannsee.

Norddeutsch durch und durch: Starke Windböen und immer wieder heftige Regengüsse prägten den ersten Tag des Final Four 2019 der KRAMSKI Deutschen Golf Liga presented by Audi. Und doch konnten die Quasi-Gastgeber vom Hamburger GC Falkenstein hier im Gut Kaden Golf und Land Club keinen Heimvorteil realisieren. Dabei entschieden die Falkensteiner die am Vormittag ausgespielten Vierer noch mit 2,0:1,0 für sich und schickten die Damen des GC St. Leon-Rot mit einem Punkt Rückstand in die Einzeln.

Diese wurden am Nachmittag ausgetragen - und die Süddeutschen machten hier von Beginn an klar, dass sie ihre Titelambitionen ganz gewiss nicht kampflos aufgeben werden. Schon früh zeigte sich ein Vorteil für das Team um Coach Pascal Proske - und den ließen die Baden-Württemberger zu keinem Zeitpunkt mehr los. Lediglich Maike Schlender konnte in den Einzeln einen Punkt für Hamburg holen - und zwar mit erstklassigem Golf und einem sehr deutlichen 6&5 gegen Jette Schulze (GC St. Leon-Rot).

St. Leon-Rot erbarmungslos in den Einzeln

Die fünf weiteren Partien entschieden die Süddeutschen alle für sich - und taten dies mit durchaus deutlichen Ergebnissen von 4&2, 4&2, 5&3 sowie einem beeindruckenden 7&6, welches Paula Schulz-Hanßen (GC St. Leon-Rot) gegen Miriam Emmert (Hamburger GC) erzielte. Lediglich das Match zwischen der frisch gebackenen English Girls Meisterin Marie Bechtold (GC St. Leon-Rot) und Viktoria Maria Hund (Hamburger GC) wurde über die vollen 18 Löcher ausgetragen, sie endete mit einem 2auf für Bechtold. Am Ende der Halbfinal-Begegnung steht damit ein relativ deutliches 6,0:3,0 für den GC St. Leon-Rot, der damit dem amtierenden Meister alle Hoffnungen und Möglichkeiten auf eine Titelverteidigung nimmt.

Frankfurt überrascht Berlin

In der zweiten Partie des Halbfinal-Tages spielten die Damen des G&LC Berlin-Wannsee gegen den Frankfurter GC. Die Wannsee-Damen haben die Nordliga als Tabellenerste abgeschlossen und trafen hier in Gut Kaden auf vermeintliche Außenseiter. Die hatten es allerdings in sich. Bereits am Vormittag drehten die Damen vom Main die Vierer-Partien noch auf den letzten Löchern zu einem hoffnungsvollen 2,0:1,0 und versetzten der Mannschaft aus der Hauptstadt einen Schreck, den kaum jemand kommen sah. Lediglich Alexandra Försterling und Zita Arndt (G&LC Berlin-Wannsee) konnten ihren Punkt mit einem klaren 4&3 gegen Helen Kreuzer und Katharina Keilich (Frankfurter GC) sichern.

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  • Hannah-Leonie Karg (Hamburger GC) (Foto: DGV/Tiess)
  • Laura Kowohl und Ashley Fowler (GC St. Leon-Rot). (Foto: DGV/Tiess)
  • Viktoria Maria Hund (Hamburger GC). (Foto: DGV/Tiess)
  • Hannah-Leonie Karg und Viktoria Maria Hund (Hamburger GC). (Foto: DGV/Tiess)
  • Christian Lanfermann, Viktoria Maria Hund und Hannah-Leonie Karg (Hamburger GC). (Foto: DGV/Tiess)
  • Ashley Fowler (GC St. Leon-Rot). (Foto: DGV/Tiess)
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Und auch in den am Nachmittag anstehenden Einzeln ließen die Hessen einfach nicht locker. Die erst in der Saison 2017 aufgestiegenen Frankfurter erkämpften sich ein Unentschieden, ein sehr deutliches 6&5 sowie ein 4&2. Und plötzlich hing alles an der letzten noch laufenden Begegnung zwischen Zita Arndt (G&LC Berlin-Wannsee) und Katharina Keilich (Frankfurter GC). Hier lag Arndt über die gesamte Schlussphase hinweg knapp mit 1auf in Führung, musste sich dann allerdings auf dem letzten Grün geschlagen geben, nachdem Keilich einen zirka vier Meter langen Putt erfolgreich einlochte und damit die Partie auf „all square“ stellte.

Keilich rettet Frankfurter Final-Hoffnungen

Um ein Stechen zwischen den beiden Teams zu erwirken, hätte die Berliner Proette, die kurioserweise derzeit ihre PGA-Ausbildung im Frankfurter GC absolviert, ihre Partie gewinnen müssen. Der Punkt aus ihrem Match wurde jedoch geteilt und das Endergebnis lautet 5,0:4,0 für die Underdogs vom Frankfurter GC. Coach Michael Totzke ist vor Freude außer sich: „Das ist für uns sensationell. Wir sind das erste Mal beim Final Four dabei - und dann auf Anhieb gleich im Finale. Das ist natürlich mega. Und mit dem Drehbuch ist das natürlich noch krasser.

Dass in der letzten Partie auf dem letzten Loch die Entscheidung fällt - das hätte auch Hollywood nicht besser hinbekommen. Für uns ist das ein irrer Tag gewesen, mit der Aufholjagd in den Vierern. Auch in den Einzeln hat jeder bis zum Umfallen gekämpft. Und morgen - da wollen wir natürlich gewinnen. Wir fahren nicht hier hoch, um nur dabei zu sein. Wenn wir die Chance haben, dann wollen wir die auch ergreifen und Deutscher Meister werden. Und wir gehen da offensiv rein!“

Am nun anstehenden Finaltag wird die Meisterschaft der KRAMSKI DGL zwischen den beiden Mannschaften aus der Süd-Liga ausgespielt. Die Damen des GC St. Leon-Rot treffen hier auf die Liga-Kolleginnen vom Frankfurter GC. Im Spiel um Platz drei trifft der G&LC Berlin-Wannsee auf den Hamburger GC. Die Vierer beginnen ab 07:30 Uhr von den Abschlägen B3 und C3 des Gut Kaden Golf und Land Club.

  • Helen Kreuzer (Frankfurter GC). (Foto: DGV/Tiess)
  • Isabelle Schlick (Frankfurter GC). (Foto: DGV/Tiess)
  • Emily Krause (G&LC Berlin-Wannsee). (Foto: DGV/Tiess)
  • Hannah Roßmanith (Frankfurter GC). (Foto: DGV/Tiess)
  • Hannah Roßmanith (Frankfurter GC). (Foto: DGV/Tiess)
  • Maike Schlender (Hamburger GC). (Foto: DGV/Tiess)
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