St. Leon-Roter Damen sind Deutscher Meister

Final Four 2019

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Christopher Tiess

Im Spiel um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft der Damen erringt das Team des GC St. Leon-Rot einen klaren und frühen Sieg gegen den Frankfurter GC. Im Spiel um Platz drei gewinnt der Hamburger GC gegen den G&LC Berlin-Wannsee.

Mit einer eindrucksvollen Demonstration der Stärke starteten die Damen des GC St. Leon-Rot in den Tag und gewannen in den Vierern alle drei Punkte. Diese Dominanz behielten die Süddeutschen auch in den am Nachmittag gestarteten Einzeln bei und lagen in beinahe jedem Match klar vorn. Da sie aufgrund der am Vormittag errungenen Führung von 3,0:0,0 nur noch zwei der insgesamt sechs Einzel-Duelle gewinnen mussten, gestaltete sich das Spiel um den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters der Damen zu dem wahrscheinlich kürzesten der Final-Four-Geschichte.

Denn bereits an Bahn 13 knipste die erneut stark spielende Ashley Fowler (GC St. Leon-Rot) ihre Frankfurter Gegenspielerin Helen Kreuzer aus und verbuchte mit ihrem 6&5 den vierten von fünf nötigen Punkten für den GC St. Leon-Rot. Und nur wenig später gelang es Leonie Harm (GC St. Leon-Rot), die junge Isabelle Schlick (Frankfurter GC) an Bahn 15 mit einem 4&3 aus dem Rennen zu nehmen und den entscheidenden fünften Punkt für ihre Mannschaft dingfest zu machen. Die vor ihr spielende Paula Schulz-Hanßen, die erst vor wenigen Tagen die European Young Masters in der Einzel- und Teamwertung gewann, lag zu diesem Zeitpunkt mit 2auf in Führung - und hatte am Abschlag der Bahn 16 gewartet, ob sie überhaupt weiterspielen soll.

Führung in fünf von sechs Einzeln

Da der Sieg ihres Teams feststand, gab sie den Punkt - genau wie alle weiteren St. Leon-Roter Spielerinnen - an ihre Frankfurter Gegnerin ab. Zu diesem Zeitpunkt lag als einzige Frankfurterin Katharina Keilich - die Match-Winnerin vom Vortag - gegen Marie Bechtold in Führung. Durch die Konzessionen lautet das offizielle Endergebnis auf 5,0:4,0. Dennoch ist klar: der Auftritt des GC St. Leon-Rot in diesem Finale war enorm kraftvoll und spielerisch überlegen. Zu keinem Zeitpunkt ließ das Team um Coach Pascal Proske auch nur den Hauch eines Zweifels daran, dass es den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters mit nach Baden-Württemberg nehmen wird.

Für den Trainer ist der Sieg in diesem Finale der Lohn für viel Arbeit im Detail. So sagt Proske: „Es ist ein schönes Gefühl für uns, dass die Mannschaft so souverän aufgetreten ist und so gut performed hat. Wir haben aus dem letzten Jahr viel gelernt. An den Sachen, die uns nicht gefielen, haben wir gearbeitet. Und wir waren wirklich in allen Bereichen besser als in der Vorsaison. Ob das für dieses Wochenende den entscheidenden Unterschied gemacht hat, kann man schwer sagen. Aber wir waren auf jeden Fall besser aufgestellt - und das fühlt sich gerade sehr gut an.“

Hamburg holt Bronze

Im Spiel um Platz drei trafen die Vorjahrsmeister vom Hamburger GC auf den G&LC Berlin-Wannsee. Hier gelang es den Hamburgern, in den Vierern eine kleine Vorentscheidung zu erwirken, indem sie zwei der drei Vormittags-Begegnungen für sich entscheiden konnten und die dritte Partie teilten. Mit zweieinhalb sicheren Punkten im Gepäck gingen die Quasi-Gastgeber hier im Gut Kaden Golf und Land Club in die Einzel-Begegnungen. Die magischen fünf Punkte, die für einen Sieg benötigt werden, waren bereits am Horizont erkennbar, auch wenn sie noch lange nicht in Sack und Tüten waren.

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  • Ashley Fowler (GC St. Leon-Rot). (Foto: DGV/Tiess)
  • Marie Coors (Frankfurter GC). (Foto: DGV/Tiess)
  • Laura Kowohl (GC St. Leon-Rot). (Foto: DGV/Tiess)
  • Ava Bergner (Frankfurter GC). (Foto: DGV/Tiess)
  • Ashley Fowler (GC St. Leon-Rot). (Foto: DGV/Tiess)
  • Marie Bechtold und Paula Schulz-Hanßen (GC St. Leon-Rot). (Foto: DGV/Tiess)
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Und tatsächlich kämpften die Wannsee-Damen erbittert gegen den Rückstand an. Am Ende jedoch musste die lange in Führung liegende Julia Neumann (G&LC Berlin-Wannsee) ihren Punkt nach Lochverlust an Bahn 18 an Esther Henseleit (Hamburger GC) abgeben, die kurzfristig von den Scottish Open herangeeilt ist. Beinahe zeitgleich entschied Hendrika Labsch (Hamburger GC) ihr Match gegen Zita Arndt (G&LC Berlin-Wannsee) an Bahn 17 mit einem 2&1 für sich, während Tara Bettle (G&LC Berlin-Wannsee) ihren Punkt gegen Viktoria Maria Hund (Hamburger GC) mit einem 1auf an Bahn 18 sichern konnte.

Siegesgefühl mit Demut

Das deutlichste Ergebnis im Spiel um Bronze erzielte Emily Krause (G&LC Berlin-Wannsee) mit einem 4&2 gegen Marietta Dohrendorf (Hamburger GC). Berlin kämpfte also immer noch. Ausschlaggebend sollte am Ende aber das Match zwischen Maike Schlender (Hamburger GC) und Alexandra Försterling (G&LC Berlin-Wannsee) sein. Försterling, die 1unter auf Bahn 17 ging, musste Schlender jedoch die Bahn und somit auch den Punkt aus der Begegnung überlassen. Die letzte Begegnung zwischen Christin Eisenbeiß (Hamburger GC) und Linda Rademacher (G&LC Berlin-Wannsee) wurde aufgrund des bereits feststehenden Sieges der Hamburger geteilt.

Christian Lanfermann, der Trainer der Hamburger Damen, zeigt sich nach dem Sieg in diesem kleinen Finale mit einer gehörigen Portion Demut: „Wir gehen mit einem megaglücklichen Gefühl aus der Saison. Wir haben heute auf jeden Fall Bronze gewonnen und nicht etwas Gold verloren. Die Saison war kein Selbstläufer - es waren lehrreiche Spieltage für uns. Und deswegen sind wir sehr glücklich, dass wir hier vor eigenem Publikum auf dem Podest stehen dürfen und uns mit Bronze verabschieden können.“

So kommt hier vor den Toren Hamburgs das siebente Final Four in der Geschichte der KRAMSKI Deutschen Golf Liga presented by Audi zu einem sonnigen Ende mit einem würdigen sportlichen Sieger, der GC St. Leon-Rot heißt.

Den Bericht zum Halbfinaltag finden Sie hier.

  • Zita Arndt (G&LC Berlin-Wannsee). (Foto: DGV/Tiess)
  • Hendrika Labsch (Hamburger GC). (Foto: DGV/Tiess)
  • Julia Neumann (G&LC Berlin-Wannsee). (Foto: DGV/Tiess)
  • Julia Neumann (G&LC Berlin-Wannsee). (Foto: DGV/Tiess)
  • Tara Bettle (G&LC Berlin-Wannsee). (Foto: DGV/Tiess)
  • Viktoria Maria Hund (Hamburger GC). (Foto: DGV/Tiess)
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