Souverän: St. Leon-Rot holt zweiten Saisonsieg

1. Bundesliga Süd - Damen

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Matthias Lettenbichler

Mit einer beeindruckenden Leistung in den Einzeln sichern sich die Damen des GC St. Leon-Rot am dritten Spieltag der KRAMSKI Deutsche Golf Liga presented by Audi den zweiten Saisonerfolg in der 1. Bundesliga Süd. Auf dem Platz des Stuttgarter GC Solitude führt eine überragende Leonie Harm ihr Team mit einer brillanten 66er-Runde zum Gesamtsieg.

Stuttgart – Nach Vierern und Einzeln triumphierten die Spielerinnen des GC St. Leon-Rot mit gesamt 7 über Par. Rang 2 ging mit 29 über Par an die Gastgeberinnen aus Stuttgart, Platz 3 holten sich die Spielerinnen des Münchener GC mit +31. Auf den Rängen 4 und 5 reihten sich die Teams des Frankfurter Golf Club (+33) und des GC Am Reichswald Nürnberg (+44) ein. In der Tabelle führt St. Leon-Rot mit nun 14 Punkten weiterhin vor München (11 Punkte). Reichswald (8 Punkte) belegt Platz 3 vor den mit jeweils sechs Zählern punktgleichen Teams aus Stuttgart und Frankfurt. 

Sie hatte am frühen Sonntagmorgen um 8:15 Uhr als erste Spielerin an Tee 10 abgeschlagen, und auf den ersten neun Löchern fand Leonie Harm entsprechend völlig unberührte und dadurch absolut treue Grüns vor. „Das war wirklich phantastisch“, so die Spitzenspielerin des GC St. Leon-Rot, „das konnte ich sehr gut nutzen.“ Mit einer Serie von drei Birdies startete sie ins Turnier, und auf den Spielbahnen 16, 17, 2 und 3 legte sie weitere Birdies nach. „Sogar mein Bogey an der Vier hat sich eher wie ein Eagle angefühlt, weil ich mich nach schlechtem Beginn noch mit Pitch-Putt gerettet habe“, so Leonie Harm. „Ich habe heute sehr gut geputtet und auch oft aus der Distanz verwandelt.“ Mit der 66er-Runde führte sie St. Leon-Rot früh zurück auf die Siegerstraße, und dass die Deutschen Meisterinnen von 2017 nach den Vierern nur Rang 3 belegt hatten, war schnell vergessen. Celina Rosa Sattelkau steuerte ihrerseits eine exzellente 71er-Runde bei, und Laura Kowohl markierte mit einer Par-Runde das drittbeste Einzelresultat der Damen aus St. Leon-Rot.

„Das war heute eine echt gute Leistung meines Teams“, zeigte sich deren Cheftrainer Pascal Proske entsprechend zufrieden, der vor allem die Leistungssteigerung seines Teams lobte: „Der gestrige Tag bei den Vierern war spannend! Es war sehr interessant zu sehen, wie wir reagieren, wenn wir mal nach den Vierern nicht vorne sind, sondern aufholen müssen. Meine Mädels haben dann aber heute tatsächlich eine Schippe draufgelegt und gutes Golf und Kampfgeist gezeigt.“ Besonders beeindruckt zeigte er sich von der Leistung von Leonie Harm: „Der Platz hatte ein schweres Setup, mit schnellen Grüns und sehr anspruchsvollen Fahnenpositionen. Das waren an beiden Tagen wirklich knackige Bedingungen. Insofern ist diese 6 unter Par-Runde von Leonie wirklich herausragend.“ Mit 14 Punkten nach drei von fünf Spieltagen hat St. Leon-Rot einen großen Schritt in Richtung Final Four gemacht, doch Proske warnt: „Wir sind noch nicht da, und wir werden deshalb in den kommenden Wochen weiter hart arbeiten!“

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Duelle um den Klassenerhalt

So unangefochten die Kraichgauerinnen den Sieg für sich verbuchten, so eng ging es im Kampf um die weiteren Plätze zu: Die Damen des Frankfurter GC hatten das Tableau nach den Vierern noch angeführt, vor Stuttgart, St. Leon-Rot, Nürnberg und München. Für die Tabellenschlusslichter Frankfurt und Stuttgart war vor allem entscheidend, den Spieltag vor dem jeweils anderen Team abzuschließen, um sich einen wertvollen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt zu sichern. Den Spielerinnen des Stuttgarter GC Solitude gelang dies schließlich mit einer geschlossenen Teamleistung. „Ich bin sehr zufrieden mit diesem Ergebnis, besser hätte es für uns nicht laufen können“, so Heiko Burkhard, der Coach der Gastgeberinnen, die schließlich zwei Schläge weniger als München und vier weniger als Frankfurt auf dem Konto hatten. Burkhard: „Es war unser Ziel, uns in jedem Fall vor Frankfurt zu platzieren – dass St. Leon-Rot zu stark sein und den Tagessieg holen würde, haben wir erwartet.“

Die Liga bleibt damit spannend: Die Damen des Münchener Golfclub, die in Stuttgart ebenfalls starke Einzel spielten und sich vor allem dank der 73er-Runden von Anni Eisenhut und Vicki Troeltsch auf den dritten Gesamtrang nach vorne arbeiteten, haben im Heimspiel am 21. Juli die Chance, Boden auf St. Leon-Rot gutzumachen respektive sich von den Verfolgern abzusetzen. Reichswald, Stuttgart und Frankfurt können einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen – oder auch die beiden Spitzenreiter der Liga doch noch ein wenig ärgern. Denn wie Pascal Proske sagt: „Noch ist nichts entschieden.“

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